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Archive for December, 2005


Der richtige Umgang mit Böllern und Knallern sichert Kinderleben

Für viele Kinder endet ein fröhlicher Silvesterabend in der Notaufnahme des Krankenhauses. Der unvorsichtige Gebrauch von Böllern und Feuerwerksraketen führt oft zu Verbrennungen, Augenverletzungen und Hörschäden. Um das zu verhindern, gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft “Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG)” Tipps rund um Böller und Co.

Die häufigste Verletzung sei die Verbrennung der Hände, weil Kinder die Kracher zu lange in der Hand halten. Knallfrösche beispielsweise dürften nicht in Hosentaschen getragen werden, weil sie sich durch die Reibung selbst entzünden könnten und so schwerste Verbrennungen an den Genitalien sowie im Lendenbereich verursachen.

Eine besondere Risikogruppe seien Kinder von acht bis 15 Jahren. Sie probierten oft schon vor Silvester Leuchtkugeln und Knallkörper aus. “Es nützt nichts, den Kindern das Knallen zu verbieten”, sagt Martina Abel von der BAG. “Aber es ist sehr wichtig, mit den Jugendlichen vorher über die Gefahren zu sprechen und sicheres Abschießen zu üben. Eltern sollten am besten bis Mitternacht keinen Alkohol trinken, um einen Überblick über das Geschehen zu behalten.”

Gerade kleine Kinder sollten nie alleine in die Nähe von Feuerwerkskörpern gelassen werden. Zudem müsse ein großer Sicherheitsabstand beim Abschießen eingehalten werden. Möchten die Kinder selbst aktiv werden, eigneten sich ausschließlich kleine Knallfrösche, um sie unter Aufsicht zu verwenden.

Grundsätzlich sollten die Eltern nur pyrotechnische Artikel mit behördlicher Zulassung (Aufdruck BAM-P I+II) kaufen. Die Gefahrenklasse II ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet. Diese Knallkörper dürfen nur Erwachsene im Freien zünden. Darüber hinaus müssen die Raketen kippsicher aufgestellt sein und dürfen niemals nachgezündet werden.

Absolut verboten sei es, mit Raketen auf Menschen zu zielen. Besonders kleine Kinder seien in Gefahr, wenn sich Feuerwerkskörper in den Kapuzen verfangen. Auf keinen Fall dürfen Kinder an den Feuerwerkskörpern “herumbasteln”. Silvester und am Neujahrstag sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder keine Blindgänger aufheben, um diese erneut anzuzünden oder neue Knaller daraus zu basteln. (ddp)

Küchentipp: Pannenhilfe fürs Käsefondue

Mit ein paar kleinen Tricks gelingt ein Käsefondue richtig gut. “Wenn Käse und Wein sich nicht richtig verbinden wollen, enthält der verwendete Wein vielleicht zu wenig Säure. Das können Sie mit etwas Zitronensaft ausgleichen”, sagt Angelika Ilies, Autorin des Buches “Fondues”. Das Käsefondue sollte immer in Achten und mit einem Holzlöffel gerührt werden.

Damit der Käse gut schmilzt, muss er fein gewürfelt oder grob geraspelt werden. “Der Wein, in dem der Käse geschmolzen wird, darf außerdem nicht zu heiß sein”, rät die Expertin. Wer neue Käsesorten ausprobieren möchte, oder Kombinationen verschiedener Sorten, sollte vorher testen, ob sich Käse und Wein zu einer cremigen Masse verbinden.

Wenn Wein und Käse sich wieder trennen, sollte die Mischung nochmals auf dem Herd erhitzt und kräftig gerührt werden. “Um einer Trennung vorzubeugen, rühren Sie die Käsemasse auch während des Essens immer wieder um”, sagt Ilies.

Ist die Mischung angebrannt, muss sofort die Hitze des Fondues reduziert werden. “Wenn der Käse stark angebrannt ist, sollten Sie die Käsemasse umfüllen und den Topf reinigen”, rät die Autorin. Wem die Käsemasse zu dünnflüssig geraten ist, der sollte noch etwas mehr Käse im Fonduetopf schmelzen lassen. “Sie können die Wein-Käsemasse auch mit wenig, in Kirschwasser aufgelöster Speisestärke andicken”, sagt Ilies. (ddp)

Raclette: Hier ist jeder sein eigener Chefkoch

Raclette ist ein unkompliziertes und geselliges Essvergnügen, das auch unterschiedliche Genießertypen vereint. Egal ob Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Gemüse zu den favorisierten Speisen gehören - beim Raclette darf jeder nach Lust und Laune sein persönliches Leibgericht im eigenen Pfännchen kreieren.

Die einfachste Variante ist das Schweizer Raclette aus Kartoffeln und speziellem Raclettekäse. “Er zeichnet sich durch seinen maisgelben Teig und eine weich-sämige Konsistenz aus und schmeckt je nach Reife mildfruchtig bis aromatisch”, sagt die Kochbuchtautorin. Sind die Kartoffeln die einzige sättigende Beilage, sollte man pro Person etwa 250 Gramm kalkulieren, beim Käse dürfen es circa 200 bis 300 Gramm sein.

Typische Raclette-Beigaben, die die Grundkombination von Käse und Kartoffeln schnell und einfach ergänzen, sind beispielsweise Mixed Pickels, Maiskölbchen, Essiggurken, aufgeschnittene Tomaten, Gurkenscheiben, frische Pilze, Zwiebelringe oder in Öl eingelegtes Gemüse. “Lecker sind auch feine Streifen von Paprika und Zucchini. Wer hartes Gemüse wie Möhren servieren will, kann diese entweder vorher kurz blanchieren oder auf ein Produkt aus dem Glas zurückgreifen”, sagt Schmidt-Lenz.

“Wer seinen Gästen Fleisch anbieten will, sollte immer Filet wählen, da es am schnellsten gart”, rät Schmidt-Lenz. Gut schmecken zum Beispiel Hähnchenbrust-, Schweine- oder Rinderfilet. “Schneiden Sie das Fleisch in kleine Stücke, das wirkt nicht nur sehr appetitlich, sondern es ist dadurch auch rasch fertig.” Auch beim Fisch sollte man zu Filetstücken greifen, die ebenfalls dünn geschnitten angerichtet werden.

Neben dem typischen Raclettekäse eignen sich natürlich auch viele andere Sorten für die Raclette-Schmelze. Es bietet es sich an, den Käse geschmacklich auf die übrigen Zutaten abzustimmen. “Zu Rinderfilet passt sehr gut älterer Gouda oder Tilsiter. Bei Fisch sollte man einen milden Käse wie zum Beispiel Mozzarella oder jungen Camembert bevorzugen, um das Fischaroma nicht zu zerstören”, rät Schmidt-Lenz. Besonders lecker schmeckt auch die Kombination von Früchten wie Feigen, Birnen oder Mangos mit würzigem Blauschimmelkäse.

“Beim Raclette sind den eigenen Vorlieben zwar kaum Grenzen gesetzt, man sollte jedoch nicht zu viele verschiedene Stilrichtungen auf einmal anbieten”, empfiehlt die Autorin. Wer will, könnte das Essen zum Beispiel unter ein spezielles Motto stellen. “Für einen italienischen Abend bieten sich Käsesorten wie Pecorino, Scamorza oder Mozzarella an. Dazu passen beispielsweise Ciabatta zum Rösten, eingelegte Antipasti und Parmaschinken”, sagt Schmidt-Lenz. Fisch- und Fleischstücke erhalten ihre italienische Note durch typische Gewürze der Region wie Rosmarin oder Thymian. Wer einheimisch würzen will, kann frische Petersilie, Schnittlauch oder Selleriekraut bereitstellen.

“Sie sollten Kräuter jedoch generell nicht auf die Grillplatte legen, da sie dort schnell verbrennen”, rät die Kochbuchautorin. Besser sei, das Grün als “Zwischenschicht” im Pfännchen zu platzieren. Kräuter der Provence verleihen Gemüse, Garnelen, Fleisch oder Fisch französisches Flair. “Für ein spanisches Raclette-Essen passt würziger Manchego, der gut mit Artischocken, Oliven und frischen Tomaten harmoniert”, sagt die Expertin. Lecker ist auch ein spanisches Wurst-Pfännchen mit Chorizo-Salami, Schweinebratwürstchen, Silberzwiebeln, Oliven und Paprikaschote, das mit Manchego überbacken wird.

Aber auch Mischungen, die auf den ersten Blick eher ungewöhnlich wirken, sind einen Versuch wert. “Deftig schmeckt gratinierter Leberkäse mit Röstzwiebeln, Emmentaler und frisch geriebener Muskatnuss oder auch ein Sauerkraut-Pfännchen mit Kümmelkäse und Nürnberger Rostbratwürstchen”, sagt die Autorin. Etwas edler sind gratinierte Zuckerschoten mit Trüffelbutter und frisch geriebenem Parmesan sowie überbackene Feigen mit Honig und Pfeffer. “Zum Raclette würde ich persönlich immer einen frischen leichten Salat servieren. Als Getränke passen Bier, Wein und natürlich Wasser.” (ddp)

Glückliches Deutschland

Deutschland ist schön, und seine Menschen sind glücklich. Mit dieser Botschaft und Prominenten wie Topmodel Heidi Klum wirbt der Imagefilm “Willkommen in Deutschland - Land der Ideen” anlässlich der Fußball-WM 2006 im Ausland für die Gastgeber.

Deutschland ist schön, und seine Menschen sind glücklich. Mit dieser Botschaft und Prominenten wie Topmodel Heidi Klum wirbt der Imagefilm “Willkommen in Deutschland - Land der Ideen” anlässlich der Fußball-WM 2006 im Ausland für die Gastgeber. Das sportliche Großereignis sei eine “Riesenchance”, die Bundesrepublik als modernes und weltoffenes Land zu präsentieren, sagte der Geschäftsführer der Standortinitiative FC Deutschland GmbH, Mike de Vries, am Donnerstag bei der Vorstellung des Films in Berlin. Co-Produzent des Projekts ist das Auswärtige Amt.

Der Zehnminüter beginnt bei Morgendämmerung an den Hamburger Landungsbrücken und endet mit dem in mehreren Sprachen vorgetragenen Gruß “Willkommen in Deutschland”. Dazwischen präsentieren sechs prominente Botschafter verschiedene Facetten und Stärken der Bundesrepublik von der Küste bis zu den Alpen.

Den Anfang macht der Kameramann Michael Ballhaus (”Gangs of New York”), der von der Vielfältigkeit seiner Heimat schwärmt. Stargeigerin Anne-Sophie Mutter stellt das Kulturland vor, das “immer noch aus der Tradition der Vergangenheit schöpft und den Sprung in die Zukunft geschafft hat”.

Für Deutschland als Forschungs- und Produktionsstandort werben der Astronaut Ulf Merbold und die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro. Topmodel Klum steht stellvertretend für die deutsche Lebensart und die Lust an kulinarischen Genüssen.

Zwischen den wunderschön fotografierten Impressionen von Landschaften und Kulturdenkmälern nebst fröhlichen Menschen verschiedener Hautfarben kommt natürlich der eigentliche Anlass der Imageoffensive nicht zu kurz. Nach einem Schnitt auf die rotglühende Allianz-Arena verspricht Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft, den Besuchern zur WM ein “hervorragendes Ambiente” bei den fußballbegeisterten Gastgebern.

Der Film richtet sich laut de Vries vor allem an Menschen im Ausland, die noch nicht so viel über Deutschland wissen. Sie sollen animiert werden, der Bundesrepublik einen Besuch abzustatten oder auch hier zu investieren.

Beim Rühren der Werbetrommeln scheinen die Botschafter manchmal allerdings ein wenig über die Stränge zu schlagen. So ist Bierhoff davon überzeugt, dass “alle Menschen in Deutschland viel Sport treiben”. Und für Merbold gehören, auch nach den PISA-Studien, die Schulen und Universitäten “sicherlich mit zu den besten, die man in Europa überhaupt finden kann”.

Produzent Leopold Hoesch (”Das Drama von Dresden”) lässt derartige Einwände nicht gelten. Seiner Erfahrung nach sei das deutsche Bildungssystem im Ausland sehr gefragt, betont er. Außerdem sei ein Imagefilm keine Nachrichtensendung.

Michael Ballhaus jedenfalls zeigte sich zufrieden. “Was man mit so einem Film machen kann, das macht dieser Film”, sagte er. Für ihn sei es eine Ehre gewesen, an dem Projekt mitzuwirken.

“Willkommen in Deutschland” wird anlässlich des Auftakts des WM-Jahres am 31. Dezember am Brandenburger Tor uraufgeführt. Der 263 000 Euro teure Film wird anschließend allen deutschen Auslandsvertretungen und weiteren Organisationen zur Verfügung gestellt. ddp/nje/han

Comedian Oliver Pocher blickt auf 2005 zurück

Comedian Oliver Pocher lässt am Donnerstag (22.15 Uhr) auf ProSieben das zu Ende gehende Jahr Revue passieren. In “Das war´s - Pochers Jahresrückblick 2005″ widmet er sich zwölf Monaten Politik, TV, Musik und Sport. Ob Elefantenrunde, Confederations Cup oder “neuerlicher Boyband-Wahn” - laut Sender wird kein Highlight des Jahres ausgelassen.

Comedian Oliver Pocher lässt am Donnerstag (22.15 Uhr) auf ProSieben das zu Ende gehende Jahr Revue passieren. In “Das war´s - Pochers Jahresrückblick 2005″ widmet er sich zwölf Monaten Politik, TV, Musik und Sport. Ob Elefantenrunde, Confederations Cup oder “neuerlicher Boyband-Wahn” - laut Sender wird kein Highlight des Jahres ausgelassen.

Als Gäste kommentieren Annette Frier, Oliver Welke, US5 und Guido Westerwelle die Ereignisse des Jahres. Dabei verrät FDP-Chef Westerwelle nach Angaben des Senders, dass er weniger der Fußball-WM 2006 entgegenfiebert als einem anderen sportlichen Großereignis: den Reitsport-Weltmeisterschaften. (ddp)