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Archive for February, 2006


WR-Kommentar zu den weltweiten Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen

Westfälische Rundschau: WR-Kommentar zu den weltweiten Protesten gegen
die Mohammed-Karikaturen

Ein Bilderstreit eskaliert. Muslime demonstrieren in aller Welt,
Botschaften werden gestürmt, Menschen entführt, Todesdrohungen
verkündet. Die Scharfmacher haben sich des Konflikts um die
Mohammed-Karikaturen bemächtigt - und das macht ihn so gefährlich.

Warum gehen tausende Frauen im Jemen auf die Straße, die
mutmaßlich kaum je von dem Land gehört haben, in dem die umstrittenen
Zeichnungen zuerst erschienen sind? Auch die gewalttätigen
Demonstranten in Indonesien oder im Gaza-Streifen haben die
Karikaturen vermutlich nie gesehen. Sie wurden aufgehetzt von jenen,
die eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Westen suchen. Sie
lassen sich aufhetzen, weil Armut und der Mangel an freier
Information für radikale Klischees empfänglich machen. Mohammed, der
Irak-Krieg, Israel - die unheiligen Krieger an der Propagandafront
rühren skrupellos alles ineinander, was die Lage explosiver macht.

Demokratische Staaten müssen sich einen solchen Kulturkampf aber
nicht aufzwingen lassen. Man muss keine Mohammed-Karikaturen
nachdrucken, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. Wer nur um der
Provokation willen provoziert, setzt sich zumindest dem Verdacht aus,
auch aus Lust am spektakulären Effekt zu handeln. Diese Zeitung würde
nicht ohne zwingenden Anlass die religiösen Gefühle ihrer Leser
verletzen - seien sie Protestanten, Katholiken oder Muslime.

Gleichwohl muss jedermann akzeptieren, dass religiöse
Vorstellungen einzelner niemals den Lebensstil aller dominieren
können. Muslime müssen hierzulande akzeptieren, dass Pressefreiheit
oder Gleichberechtigung unverhandelbar sind. Aus derselben Einsicht
ertragen Katholiken, dass der Staat sich über die Ansicht des Papstes
hinwegsetzt, wenn es um Abtreibung oder Empfängnisverhütung geht.
Dieses Prinzip hat bislang - bei allen Problemen - erstaunlich gut
funktioniert. Unsere Verfassung lebt von innerer Liberalität. Sie
bedarf keiner Zuspitzung. Sie ist wehrhaft genug, Fundamentalisten
jeglicher Herkunft die Stirn zu bieten.

Quelle: Presse Westfälische Rundschau

Jamie Oliver entdeckt Italien neu

Der Kult-Koch Jamie Oliver begibt sich in der neuen Serie “Jamie’s Great Italian Escape” auf die Reise zu seinen kulinarischen Wurzeln.

Sechs Folgen lang quer durch Italien: Palermo, Marettimo, Amalfi-Küste, Altamura, Farfa und die Berge von Le Marche.

Start: Samstag, 11. März 2006, ab 11.00 Uhr in Doppelfolgen

Er hat jungen Arbeitslosen eine solide Ausbildung in “Jamie’s
Kitchen” verschafft und ein Jahr lang mit großem Engagement gegen
Junk Food an britischen Schulen gekämpft. Kurz vor seinem 30.
Geburtstag erfüllt sich Jamie Oliver einen lange gehegten Traum und
flüchtet in einem alten VW Bus nach Italien. Hier will er seine
Leidenschaft für das Kochen und seine Vorliebe für frische, leckere
Zutaten wieder neu entfachen.

Seine Suche nach Inspiration führt ihn in Regionen abseits der
ausgetretenen Pfade und des Touristenrummels: Er geht zurück zu
seinen kulinarischen Wurzeln, ernährt sich aus der Natur, trifft sich
mit den Einheimischen - und kocht traditionelle italienische Gerichte
in seinem ganz eigenen Stil.

Völlig fasziniert von der fast schon sprichwörtlichen Lebensfreude
der Italiener und der Hingabe, die sie für die Familie und das Essen
übrig haben, kocht Jamie Oliver in der neuen Sendung mit Fischern,
Bäckern, Schäfern. Und bei italienischen Mammas, die auf der Straße
Pasta zubereiten, wird er in die von Generation zu Generation
weitergegebenen Geheimnisse der mediterranen Küche eingeweiht. Nur:
Was werden die Italiener umgekehrt zu ihm und seinen Gerichten
sagen?

“Jamie’s Great Italian Escape” - Sechs Folgen ab Samstag,
den 11. März 2006, um 11.00 Uhr - nur bei RTL II