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Archive for May, 2006


Die Vielfalt der Natur in Suedfrankreich erleben

Mutter Natur ist mit der südfranzösischen Region Provence, Alpes, Côte d´Azur besonders großzügig umgegangen. In kürzester Zeit gelangt man vom Mittelmeer in die südlichen Alpen, vom Moor in den Pinienwald oder von felsigen Buchten zu lang gezogenen Sandstränden. Besucher können hier das ganze Jahr über die enorme Vielfalt der Natur entdecken und für Ausflüge und sportliche Aktivitäten nutzen.

Wanderer können etwa auf alten Zöllnerwegen die Küste erleben oder im Hinterland duftende Lavendelfelder und Weinberge durchqueren. Besonders für Familien eignet sich das Trekking mit Eseln in der Provence. Nicht nur Kinder haben Spaß daran, mit den Tieren zu wandern und sich von ihnen das Gepäck tragen zu lassen. Passionierte Bergwanderer kommen in den Südalpen auf ihre Kosten. Nur die wenigsten wissen, dass man hier auch Viertausender erklimmen kann.

Radsportfans ist die Region vor allem durch die Tour de France bekannt. Die Passstraßen der Südalpen oder des Mont Ventoux sind vielleicht nur etwas für trainierte Radler. In der Provence oder an der Küste können aber auch ungeübte Radfahrer weniger anstrengende Routen finden. Einige davon sind eigens ausgeschildert und weisen wie etwa die Oliven- oder Lavendelstraße auf besondere Themen hin. (ddp)

Weitere Informationen: Maison de la France / Französisches Fremdenverkehrsamt, Postfach 100128, 60001 Frankfurt/Main, Tel.: 0900/1570025, Fax: 0900/1599061 (49 Cent/Min.); E-Mail: info.de@franceguide.com; Internet: franceguide.com.

Wasser, Wind und Weite in Zeeland

Weite Strände und Landschaften mit einer frischen Meerbrise erwarten die Urlauber in Zeeland. Die Region im äußersten Südwesten Hollands ist das geeignete Ferienziel für alle, die sich nach dem Meer sehnen. Bei einer Radtour über die Deiche, mit dem Wind in den Segeln entlang der Küste oder mit dem Badetuch unterm Arm nahe den Dünen können die Gäste das Land entdecken.

Die schönsten Strände liegen im Norden, an der Küste von Schouwen-Duiveland. Eine große Auswahl an Freizeitangeboten für die Familie bieten Badeorte wie Renesse, Burgh-Haamstede und Westerschouwen. An der Oosterschelde gewährt Zierikzee mit seinen imposanten Stadttoren und den denkmalgeschützten Häusern Einblicke in die Epoche der Händler und Seefahrer.

Auf der Halbinsel Walcheren erwartet die Besucher fast unberührte Natur mit üppig blühender Vegetation. Im maritimen Freizeitpark “Het Arsenaal” in der Stadt Vlissingen können Kinder dem Hai in die Augen sehen oder einen Seerochen streicheln. Alle Sehenswürdigkeiten der Halbinsel können sich die Gäste auch in der Stadt Middelburg ansehen: Im “Miniatur Walcheren” gibt es alle Dörfer und Landschaften der Region im Maßstab 1:20 zu bestaunen.

Wassersportler kommen im Noord- und Zuidbeveland auf ihre Kosten. Surfen, Segeln, Tauchen und Schnorcheln sind hier angesagt. Ausgedehnte Radtouren können Urlauber entlang der Deiche oder ins grüne Binnenland unternehmen - vorbei an Schafherden und leuchtenden Blumenfeldern. Im “ertrunkenen Land”, einem der vielen Naturschutzgebiete, haben unzählige Vogelarten ihr Reich gefunden. (ddp)

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Niederländischen Büro für Tourismus & Convention (NBTC), Friesenplatz 1, Postfach 270580, 50511 Köln, Tel.: 01805/343322 (12 Cent pro Minute), Fax: 01805/343320, E-Mail: info@niederlande.de, im Internet: niederlande.de

Streit ueber Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen

Nach dem Angriff eines zwölfjährigen Schülers auf eine Lehrerin in Kreuzberg ist ein neuer Streit über den Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen entbrannt. Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) lehnte Forderungen nach einer Verschärfung des Jugendstrafrechts ab. Auch der Vize-Chef der Unions-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach hält die derzeitigen Sanktionsmöglichkeiten für ausreichend.

Eine Verschärfung des Strafrechts halte Jugendliche nicht von Straftaten ab, sagte Schubert dem RBB-Sender Radio Multikulti. Sie plädierte aber dafür, überforderten, uneinsichtigen Eltern das Sorgerecht zu entziehen und die Jugendlichen notfalls in Heimen unterzubringen.

Es gebe genügend Möglichkeiten, gewalttätigen Schülern zu begegnen, betonte Bosbach im RBB-Inforadio. “Wollen wir denn wirklich Zwölfjährige ins Gefängnis stecken”, fragte er. Verständnis äußerte der CDU-Politiker jedoch für die Forderung, wonach Familiengerichte die Chance erhalten sollten, Eltern zur Zusammenarbeit etwa mit dem Jugendamt zu zwingen.

Die Berliner Bildungspartei warf dem rot-roten Senat vor, mit seiner Sparpolitik eine Mitverantwortung für die Probleme zu tragen. Durch Kürzungen im Bildungsbereich seien die Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen “deutlich eingeschränkt” worden, kritisierte Parteichef Andre Schindler. An Stelle von konkreter Hilfe würden auffällige Schüler in andere Schulen strafversetzt oder vom Unterricht ausgeschlossen. Der Zwölfjährige war nach der Gewalttat für zehn Tage von seiner Schule freigestellt worden. (ddp)

Abstimmung ueber Mehrwertsteuererhoehung

Noch keine Entscheidung über mögliche neue Abstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung

Die Bundestagsverwaltung wird am kommenden Donnerstag entscheiden, ob die umstrittene Abstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent auf Grund mehrerer Pannen wiederholt werden muss. Einen Bericht der “Bild”-Zeitung, wonach die Abstimmung nicht wiederholt werden soll, wies am Dienstag eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung zurück.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) werde dem Präsidium noch am Dienstag einen Bericht vorlegen, in dem der Fall untersucht werde. Am Donnerstag werde dann der Ältestenrat voraussichtlich eine Entscheidung treffen. Zum Inhalt des Berichts wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Nach Angaben der “Bild”-Zeitung kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass eine Wiederholung der Abstimmung nicht erforderlich sei. Das Abstimmungsergebnis sei so eindeutig, dass die Pannen rechtlich unerheblich seien.

Bei der namentlichen Abstimmung am 19. Mai hatten in einer Urne zwei Ja-Stimmkarten des CDU-Abgeordneten Reinhard Göhner gelegen, obwohl dieser nachweislich nicht anwesend war. Gleichzeitig wurde die Stimme von Göhners Fraktionskollegen Jochen-Konrad Fromme als “nicht abgestimmt” gewertet - obwohl Fromme teilgenommen hatte und dies anschließend auch zu Protokoll gab.

Bei der namentlichen Abstimmung hatten 396 Abgeordnete für die Mehrwertsteuererhöhung votiert. 146 Parlamentarier stimmten dagegen, drei enthielten sich. (ddp)

Hundehaftpflicht fuer Hundebesitzer

Hundehaftpflicht-Police - Nicht auf die leichte Schulter nehmen

In Deutschland gibt es mehr als fünf Millionen Hunde. Davon sind nicht einmal 3,5 Millionen im Rahmen einer Hundehaftpflicht-Police versichert. Gleichzeitig gibt es pro Jahr immerhin mehr als 100 000 Schäden, die durch Hunde verursacht werden. Der angerichtete Schaden kann immens sein.

Läuft beispielsweise ein Hund unkontrolliert auf die Straße und verursacht dadurch einen schweren Unfall, liegt der Schaden schnell im fünfstelligen Bereich. Nicht auszudenken, wenn dabei auch Menschen zu Schaden kommen. Auch Bissverletzungen durch Hunde verursachen immer wieder schwere, nicht selten sogar bleibende Schäden. Dabei geht die Gefahr nicht nur von gefährlichen Kampfhunden aus, sondern auch von ganz normalen Haustieren.

Was viele Hundebesitzer unterschätzen: Sie allein stehen dafür gerade, wenn der eigene Vierbeiner einen Schaden verursacht - ein Leben lang und mit allen finanziellen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Dabei reichen diese häufig nicht einmal aus, wenn ein Unfallopfer nicht nur den Ersatz aller Operationskosten verlangen kann, sondern auch noch Anspruch auf eine lebenslange Rente oder einen hohen Schadenersatz hat.

Ein Schutz gegen die Folgen solcher Unfälle ist deshalb dringend notwendig und in einigen Bundesländern sogar vorgeschrieben. Wer beispielsweise in Niedersachsen ohne Police erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Schwierig wird der Abschluss einer Versicherung allerdings dann, wenn als gefährlich geltende Hunderassen versichert werden sollen. Hundebesitzer müssen damit rechnen, dass sie mit solchen Tieren eine Police nicht oder nur zu erschwerten Bedingungen finden.

Problematisch ist auch der Schutz der eigenen Familienmitglieder. Viele Versicherungen zahlen nur, wenn ein Schaden außerhalb der Familie verursacht wird. Beißt ein Hund dagegen das eigene Kind, gibt es von der Versicherung in der Regel kein Geld.

Die Policen selbst sind gar nicht einmal so teuer. Je nach Rasse und Versicherungssumme sind zwischen 70 und 200 Euro im Jahr fällig.

Auch ohne eigenen Hund kann es sinnvoll sein, sich gegen Hunde und durch sie verursachte Schäden abzusichern. Möglich macht das eine Erweiterung der eigenen Haftpflichtversicherung durch eine Forderungsausfalldeckung. Die eigene Versicherung springt dann ein, wenn ein nicht versicherter Hund einen Schaden anrichtet, den der Halter nicht zahlen kann. Diese Erweiterung ist grundsätzlich sinnvoll und kann vor den finanziellen Folgen eines “Hunde-Unfalls” schützen. (ddp)