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Archive for September, 2006


Computerspiele auf Notebooks

Kaum eine andere Anwendung benötigt derart viel Grafik- und Rechenleistung wie ein Spiel. Aktuelle Notebooks mit ausreichender Rechenleistung und leistungsstarken Grafikchips können auch anspruchsvolle Computerspiele mit hoher Auflösung und vielen Details in Szene setzen.

Zur Beurteilung der Spieletauglichkeit reicht die Angabe des Grafikchips aber nicht immer aus, wie die “c´t” berichtet. Um den Stromverbrauch und die Hitzeentwicklung im Notebook niedrig zu halten, drosselten die Hersteller den Takt der Chips. Feststellen könnten Kunden die wahre Leistung der Grafikkarte nur mithilfe zusätzlicher Software wie Riva Tuner, ATI Tool oder PowerStrip. Deshalb sollten Käufer ein vierzehntägiges Rückgaberecht verlangen, wie es gesetzlich für den Einkauf im Internet sowieso gilt. Nachteil bei Notebooks sei außerdem, dass der Grafiktreibersupport für Computerspiele dem für Desktop-Modelle um Monate hinterherhinke. (ddp)

Kopiersperre und laestige Software

Plötzlich öffnet sich auf dem PC ein Popup-Fenster, obwohl die Verbindung zum Internet getrennt ist. Zudem fährt der Rechner seit einiger Zeit langsamer hoch. Ärgern Probleme wie diese den Anwender, können Programme, Spiele oder Kopiersperren auf dem Windows-Rechner heimlich Überwachungsmodule oder hyperaktive Treiber installiert haben.

Relativ harmlos ist es, wenn die neue Software den Systemstart etwas verzögert oder sich in der Taskleiste verewigt. Instant-Messaging-Programme fordern dann etwa zum Login auf, oder Brennprogramme setzen Suchfelder in die Taskleiste. Dies lässt sich häufig durch einfache Einstellungen in den Programmoptionen unterbinden. Ernst wird es, wenn sie Systemfunktionen außer Betrieb setzen.

Die Computerzeitschrift “c´t” berichtet beispielsweise über Kopiersperren für Audio- und Video-CDs, die weit übers Ziel hinausschießen. So versuche das Schutzverfahren “Alpha-DVD 1.0.3.5″ von Settec der DVD “Mr.&Mrs Smith” nicht nur mit defekten Sektoren Kopierversuche zu vereiteln, sondern installiere auch drei Dateien ins Systemverzeichnis. Bei einigen Konfigurationen erzeugt der DVD-Brenner nunmehr Schreibfehler, bei anderen werden sämtliche Brennvorgänge blockiert.

Vor dem Anwender versteckt sich die Sperre mit einer Tarnkappe so effektiv, dass sie auch mit dem Task-Manager von Windows nicht zu sehen ist. Diese Tarnkappenfunktion kann auch von Schadsoftware missbraucht werden. Erkennen lässt sie sich dennoch, weil sie sich unter dem Namen “SystemManager” in die Registrierungsdatenbank einträgt und eine Datei namens hadl.dll ins Windows-Verzeichnis system32 speichert.

Erst seit Kurzem finden sich im Handel Exemplare der DVD mit einem Warnhinweis - man möge beim Einlagen die Umschalttaste drücken, um den Kopierschutz vom Rechner fern zu halten. Löschen lässt sich der Kopierschutz inzwischen mit Antiviren- und Spyware-Software von Symantec und Microsoft.

Gegen Installationen ohne Vorwarnung sollten Nutzer, so raten die “c´t”-Autoren, ihre Benutzerrechte in der Windows-Systemsteuerung einschränken. Denn ohne Administratorenrechte kann keine Kopiersperre ihre Treiber in Systemverzeichnisse schreiben. Kommt es dann beim Aufspielen von Software einmal zu der Meldung, dass die Installation gescheitert sei, sollten die Nutzer prüfen, ob sich die Inhalte dennoch nutzen lassen. Erst wenn nichts läuft, können sie notfalls die CD als Administrator erneut einlegen.

Doch nicht nur Kopiersperren, auch Programme, die ohne Rückfrage weitere Software im System installieren, sorgen für Ärger. Vor allem Gratisprogramme tragen sich nicht nur gerne im Autostartordner ein, sondern belasten die Rechenleistung auch häufig mit ständig laufenden Indexierungsdiensten oder Zugaben für den Internet-Browser. Häufig tragen sie sich auch als bevorzugte Anwendung für alle möglichen Dateitypen ein. Von Standardinstallationen raten die “c´t”-Profis deshalb ab. Stattdessen sollte immer die Option der benutzerdefinierten Installation ausgewählt werden, dort sollte der Anwender nur wirklich gewollte Software-Features zum Aufspielen freigeben.

Um unerwünschte Software von der Festplatte zu entfernen, sollte keine so genannten Uninstall-Programme verwendet werden, warnen die “c´t”-Autoren. Denn diese lassen den Nutzer oftmals raten, welche Dateien sie löschen sollen - und eine zu viel beseitigte Datei kann mitunter die Neuinstallation des Systems nötig machen. Ungefährlicher seien dagegen Programme wie InControl und Total Uninstall, die Änderungen durch eine Installation protokollieren - und diese rückgängig machen können. Gleichwohl berücksichtigen sie aber auch Änderungen, die Windows selbst laufend vornimmt. (ddp)

CD-Rohlinge

CD-Rohlinge sind besser als ihr Ruf. Dies ergab ein Dauertest der Zeitschrift “AUDIO” (Ausgabe 9/2006) über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Getestet wurde dabei die Sicherheit von Audiodaten auf den Rohlingen von zwölf Herstellern.

Die kleinen Scheiben stecken selbst extreme Klimabedingungen - zumindest für einen begrenzten Zeitraum - ohne Probleme weg, wie die Zeitschrift berichtet. Kälte von Minus 20 Grad Celsius, 70 Grad Hitze, 70-prozentige Luftfeuchtigkeit oder der Dauerbeschuss mit UV-Strahlen hätten die Daten auf den CDs im Allgemeinen nicht verändert.

Allerdings stellten die Tester fest, dass sich beim Brennen der Scheiben bei allen Testkandidaten digitale Fehler in die Daten einschlichen, die ältere CD-Player leicht aus dem Tritt bringen können. Beim direkten Hörvergleich stellten sie nur minimale Unterschiede zu gekauften Audio-CDs fest.

Verbraucher sollten selbstgebrannte CDs nie mit der glänzenden Unterseite nach oben ablegen, weil diese im Gegensatz zur empfindlicheren Labelseite von einer etwa 1,2 Millimeter dicken Kunststoffschicht geschützt ist. Die Labelseite befindet sich näher an den gebrannten Daten. Kratzer auf der Labelseite können eher die Informationsschicht zerstören.

“AUDIO”-Testsieger wurden die Rohlinge Ridata CD-R (0,17 Euro pro Stück), SKC CD-R Special (0,59 Euro pro Stück) sowie die Sony CD-R Audio Premium für 0,79 Euro pro Exemplar. (ddp)

LCD und Plasma Fernseher

Sport-Übertragungen laufen auf aktuellen LCD- und Plasmafernsehern völlig schlierenfrei. Dank neuer Techniken hätten sich die Flachbild-Displays besonders bei der Wiedergabe schneller bewegter Bilder deutlich verbessert, berichtet das Computermagazin “c´t” (Ausgabe 18/06). Allerdings sei Vorsicht geboten.

Um einer Enttäuschung vorzubeugen sollten potenzielle Käufer sich vor dem Kauf die richtigen Testbilder zeigen lassen, wie das Magazin berichtet. Die Darstellung eines Aquariums mit langsam umher schwimmenden Fischen sei dabei nicht die ideale Filmsequenz, um die Bildqualität des Geräts zu testen. Käufer sollten sich lieber die Wiedergabe von Sportereignissen zeigen lassen.

Ratsam ist außerdem, sich auch normale PAL-Fernsehbilder anzusehen, denn deren geringere Auflösung wirkt auf den großen Flachbildschirmen oft unscharf. Vor allem die hochauflösenden LCD-Fernseher leisten dabei viel Umrechnungsarbeit. Dank geringerer Pixelanzahl haben Plasmafernseher damit zwar weniger Probleme. Dafür bergen sie aber noch immer die Gefahr von eingebrannten Bildern. Ist ein Senderlogo beispielsweise im Display verewigt, lässt es sich kaum wieder entfernen. (ddp)

Firefox und Opera

Obwohl er immer wieder teils erhebliche Sicherheitslücken aufweist, ist der Internet Explorer der meist genutzte Browser der Welt. Dabei gibt es längst Alternativen, die nicht nur in wenigen Minuten installiert sind, sondern meist noch viele zusätzliche Funktionen bieten.

Zu den beliebtesten alternativen Browsern zählt Firefox (mozilla.com/firefox). Anders als beim Internet Explorer sind hier ein Popup-Blocker und ein Mini-Fenster für die Schnellsuche schon standardmäßig enthalten. Platz sparend ist das so genannte Tabbed Browsing: Alle aufgerufenen Homepages öffnen sich in einem Fenster; gewechselt wird über eine Tab-Leiste. Tastaturkürzel ermöglichen ein schnelleres Arbeiten am PC. Praktisch ist auch ein kleines Tool, das mit einem Klick alle persönlichen Daten von den besuchten Homepages bis zum Cookie aus dem Browser-Gedächtnis löscht.

Firefox lässt sich ganz einfach an individuelle Bedürfnisse anpassen. Zahlreiche Erweiterungen sorgen dafür, dass der Browser Seiten schneller anzeigt, dass Textpassagen automatisch in die Zwischenablage kopiert werden oder Bilder je nach Belieben vergrößert und verkleinert werden. Auch Minispielchen oder die Wettervorhersage sind so ganz fix integriert.

Firefox ist auch als Portable Software erhältlich: Diese Version muss nicht extra installiert werden und passt auf jeden USB-Stick. Das spart Platz auf der Festplatte und schont Ressourcen, da das Programm nicht ständig im Hintergrund mitläuft.

Eine ernst zu nehmende Konkurrenz kommt aus dem Norden: Der norwegische Browser Opera (opera.com) erobert in rasantem Tempo Marktanteile, seit er nicht mehr kostenpflichtig ist. Auch Opera setzt auf Tabbed Browsing und ist als Portable Software erhältlich. Der Funktionsumfang ist groß: Popup-Blocker, ein E-Mail-Programm, ein Download-Manager und ein Suchfenster sind standardmäßig mit eingebaut. Zudem überzeugt Opera durch seine Schnelligkeit und Sicherheit.

Eine echte Arbeitserleichterung sind die Mausgesten: Zieht der User mit der Maus eine Linie nach unten, poppt ein neues Fenster auf. Mit einem leichten Schwenk nach rechts und links lassen sich die Internet-Seiten umblättern. Praktisch ist auch der Passwort-Manager, der sich auf Wunsch User-Name und Passwort merkt. Zum Eintragen reicht künftig eine simple Tastenkombination.

Die Benutzeroberfläche von Opera kann mit ein paar Klicks ganz individuell angepasst werden - unzählige Skins und fertige Vorlagen stehen dafür zum Download zur Verfügung. Von der Opera-Homepage können zudem kleine zusätzliche Programme - Widgets genannt - heruntergeladen werden. Die Palette reicht hier von praktischen Notizzetteln und Kalendern über News-Feeds bis hin zu Mini-Spielchen.

Das Problem bei den beiden Browsern ist: Sie zeigen einige Internetseiten nicht richtig an. Der Hauptgrund ist, dass sie - anders als der Internet Explorer - ActiveX-Elemente aus Sicherheitsgründen nicht unterstützen. Sowohl für Opera als auch für Firefox gibt es daher mittlerweile entsprechende Erweiterungen, die jedoch erst installiert werden müssen.

Das Problem mit ActiveX kennt der Netscape Browser (netscape.de) nicht. Er basiert auf Firefox, enthält jedoch auch Elemente des Internet Explorers und schaltet automatisch zwischen beiden Engines hin und her. Sicherheit wird dabei groß geschrieben. So blockiert der Browser standardmäßig Seiten, von denen erfahrungsgemäß eine Gefahr ausgeht. Zudem scannt er automatisch alle Downloads auf Spyware.

Netscape setzt ebenfalls auf Tabbed Browsing und enthält einen Download-Manager sowie eine automatische Formularergänzung. Standardmäßig mit dabei sind ein Nachrichten-Ticker und eine Wettervorhersage für den Wohnort des Users. Auch der AOL-Instant-Messenger ist im Paket enthalten.

Auch Microsoft ist inzwischen aufgewacht und hat seinen Internet Explorer generalüberholt. Die neue Version 7 (microsoft.com) enthält vieles, was sich auch bei der Konkurrenz bewährt hat, etwa Tabbed Browsing und ein integriertes Suchfenster. Sie ist derzeit zwar nur als Beta-Version erhältlich, soll den alten Browser aber bald vollständig ablösen. (ddp)