Obwohl er immer wieder teils erhebliche Sicherheitslücken aufweist, ist der Internet Explorer der meist genutzte Browser der Welt. Dabei gibt es längst Alternativen, die nicht nur in wenigen Minuten installiert sind, sondern meist noch viele zusätzliche Funktionen bieten.
Zu den beliebtesten alternativen Browsern zählt Firefox (mozilla.com/firefox). Anders als beim Internet Explorer sind hier ein Popup-Blocker und ein Mini-Fenster für die Schnellsuche schon standardmäßig enthalten. Platz sparend ist das so genannte Tabbed Browsing: Alle aufgerufenen Homepages öffnen sich in einem Fenster; gewechselt wird über eine Tab-Leiste. Tastaturkürzel ermöglichen ein schnelleres Arbeiten am PC. Praktisch ist auch ein kleines Tool, das mit einem Klick alle persönlichen Daten von den besuchten Homepages bis zum Cookie aus dem Browser-Gedächtnis löscht.
Firefox lässt sich ganz einfach an individuelle Bedürfnisse anpassen. Zahlreiche Erweiterungen sorgen dafür, dass der Browser Seiten schneller anzeigt, dass Textpassagen automatisch in die Zwischenablage kopiert werden oder Bilder je nach Belieben vergrößert und verkleinert werden. Auch Minispielchen oder die Wettervorhersage sind so ganz fix integriert.
Firefox ist auch als Portable Software erhältlich: Diese Version muss nicht extra installiert werden und passt auf jeden USB-Stick. Das spart Platz auf der Festplatte und schont Ressourcen, da das Programm nicht ständig im Hintergrund mitläuft.
Eine ernst zu nehmende Konkurrenz kommt aus dem Norden: Der norwegische Browser Opera (opera.com) erobert in rasantem Tempo Marktanteile, seit er nicht mehr kostenpflichtig ist. Auch Opera setzt auf Tabbed Browsing und ist als Portable Software erhältlich. Der Funktionsumfang ist groß: Popup-Blocker, ein E-Mail-Programm, ein Download-Manager und ein Suchfenster sind standardmäßig mit eingebaut. Zudem überzeugt Opera durch seine Schnelligkeit und Sicherheit.
Eine echte Arbeitserleichterung sind die Mausgesten: Zieht der User mit der Maus eine Linie nach unten, poppt ein neues Fenster auf. Mit einem leichten Schwenk nach rechts und links lassen sich die Internet-Seiten umblättern. Praktisch ist auch der Passwort-Manager, der sich auf Wunsch User-Name und Passwort merkt. Zum Eintragen reicht künftig eine simple Tastenkombination.
Die Benutzeroberfläche von Opera kann mit ein paar Klicks ganz individuell angepasst werden - unzählige Skins und fertige Vorlagen stehen dafür zum Download zur Verfügung. Von der Opera-Homepage können zudem kleine zusätzliche Programme - Widgets genannt - heruntergeladen werden. Die Palette reicht hier von praktischen Notizzetteln und Kalendern über News-Feeds bis hin zu Mini-Spielchen.
Das Problem bei den beiden Browsern ist: Sie zeigen einige Internetseiten nicht richtig an. Der Hauptgrund ist, dass sie - anders als der Internet Explorer - ActiveX-Elemente aus Sicherheitsgründen nicht unterstützen. Sowohl für Opera als auch für Firefox gibt es daher mittlerweile entsprechende Erweiterungen, die jedoch erst installiert werden müssen.
Das Problem mit ActiveX kennt der Netscape Browser (netscape.de) nicht. Er basiert auf Firefox, enthält jedoch auch Elemente des Internet Explorers und schaltet automatisch zwischen beiden Engines hin und her. Sicherheit wird dabei groß geschrieben. So blockiert der Browser standardmäßig Seiten, von denen erfahrungsgemäß eine Gefahr ausgeht. Zudem scannt er automatisch alle Downloads auf Spyware.
Netscape setzt ebenfalls auf Tabbed Browsing und enthält einen Download-Manager sowie eine automatische Formularergänzung. Standardmäßig mit dabei sind ein Nachrichten-Ticker und eine Wettervorhersage für den Wohnort des Users. Auch der AOL-Instant-Messenger ist im Paket enthalten.
Auch Microsoft ist inzwischen aufgewacht und hat seinen Internet Explorer generalüberholt. Die neue Version 7 (microsoft.com) enthält vieles, was sich auch bei der Konkurrenz bewährt hat, etwa Tabbed Browsing und ein integriertes Suchfenster. Sie ist derzeit zwar nur als Beta-Version erhältlich, soll den alten Browser aber bald vollständig ablösen. (ddp)