Weblog

Blog zu allen Themen

Willkommen in unserem Weblog


Archive for October, 2006


Urlaub in Argentinien

Argentinien - das klingt nach Tango, Gauchos, Pampa und Anden. Ein großes Land: Fast achtmal hätte Deutschland in der Fläche Argentiniens Platz. Aber es leben nur rund 40 Millionen Menschen dort - über zwölf Millionen allein in Buenos Aires. Und nicht wenige von ihnen tanzen natürlich in der Stadt des Tangos - sogar in den Straßen.

Das Stadtzentrum liegt rund um die Plaza de Mayo mit den bunten Einkaufsstraßen Florida und Lavalle. Aber auch in den umliegenden “Barrios” ist viel los: San Telmo lockt mit Kunsthandwerk, Antiquitäten und Tango-Bars. Recoleta ist einer der reichsten Stadtteile, mit guten Restaurants und viel Kultur. Und Palermo Viejo hat sich zu einem trendigen Szeneviertel mit buntem Nachtleben gemausert.

In Buenos Aires kann man problemlos einige Tage verbringen, tagsüber durch die Straßen streifen und abends eine Tangoshow besuchen. Aber es lockt das weite Land: Patagonien, schon der Name versprüht einen Hauch von Abenteuer. Nach dem quirligen Buenos Aires eine ganz andere Welt. Hier leben durchschnittlich nur zwei Menschen auf einem Quadratkilometer. Das Land der Gauchos hat aber doch ganz unterschiedliche Gesichter.

Rund um Puerto Madryn am Atlantik liegt die braune Landschaft verlassen, karg und eben wie ein Brett unter dem blauen Himmel. Aber im Meer und an der Küste wimmelt es von Leben. Puerto Madryn ist das Tor zur Peninsula Valdés, Tierparadies und UNESCO Weltnaturerbe. Glattwale haben in den Gewässern der Halbinsel ihre Kinderstube, an den Stränden tummeln sich Pinguine, Seelöwen und Seeelefanten in großen Kolonien, an Land Nandus und Guanakos. Manchmal lassen sich auch die wohl berühmtesten Orcas der Welt blicken: Sie haben eine einmalige Jagdtechnik entwickelt, erbeuten junge Seelöwen direkt vom Strand.

Auf der anderen Seite, an der Grenze zu Chile, zeigt sich Patagonien von seiner lieblicheren Seite. Die Region rund um Bariloche am Lago Nahuel Huapi gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen Argentiniens. Die üppig grüne Berg- und Seenlandschaft der Lagos Norpatagónicos wird auch die Schweiz Südamerikas genannt. Und das Klischee wird gepflegt: mit Hotels im Chalet-Stil namens Edelweiß oder Bernhardinern für Erinnerungsfotos. Dazu passt auch, dass es in Bariloche ausgezeichnete Schokolade gibt. Die Verkaufsräume der Hersteller sind groß wie Supermärkte, und kaum jemand verlässt die Stadt ohne eine Tüte.

Rund 1000 Kilometer weiter südlich, bei Calafate, sind die Anden schroffer, ist die Landschaft trockener, und mit etwas Glück sieht man den König der Lüfte, den Kondor, am Himmel kreisen. Im Parque Nacional los Glaciares schieben sich riesige Gletscher von den Anden hinunter in die Ebene. Beeindruckendes Highlight ist der Perito Moreno, der sich in den Lago Argentino, den größten See Argentiniens, stürzt. Eine erste Annäherung per Schiff, immer mit Sicherheitsabstand zur Bruchkante des 60 Meter hohen und fünf Kilometer breiten Gletschers - wie eine Kathedrale aus Eis ragt er blau schimmernd in den Himmel empor. Was der Schiffsmotor noch übertönt hat, ist an Land deutlich zu hören: Der Gletscher stöhnt und ächzt auf seinem Weg in den See. Mit lautem Getöse werden immer wieder Eisbrocken abgesprengt. Überall stehen Warnschilder. Es wurden schon Unvorsichtige vom Eis erschlagen.

Wenn ganz unten im Süden alle Straßen enden, dann ist man in Feuerland, der Tierra del Fuego. Über 3000 Kilometer liegen zwischen Buenos Aires und Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt am Beaglekanal. El Fin del Mundo nennen die Argentinier diese Region. 45 000 Menschen leben in Ushuaia, wo es alle Jahreszeiten an einem Tag gibt, wie sie sagen. Was heißt: Das Wetter ist ziemlich launisch. Am Ende der Welt gibt es auch einen Nationalpark, den Parque Nacional Tierra del Fuego. Die stille Landschaft mit den schneebeckten Berggipfeln wirkt so majestätisch, als sei sie sich ihrer besonderen Lage auf dem Globus bewusst. Eine Schiffstour auf dem Beaglekanal führt begleitet von Albatrossen und einem kalten Wind an kleinen Felsinseln vorbei, die fast alle mit Seelöwen besetzt sind. Die bepelzten Faulenzer, denen Wind und Kälte nichts anhaben, machen neidisch. Aber auch am Ende der Welt gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

Rund 4350 Kilometer weiter nördlich muss man sich dagegen über Kälte keine Gedanken machen: Das Klima in der Provinz Misiones ist schweißtreibend. Auch wenn die meisten Highlights in Patagonien zu finden sind - hier an der Grenze zu Paraguay und Brasilien befindet sich umgeben von tropischem Regenwald ein gewaltiges Naturspektakel, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf: die Cataratas Iguazú, 1984 von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt. Über drei Kilometer Breite stürzen die Wassermassen des argentinisch-brasilianischen Grenzflusses Rio Iguazú in 275 gewaltigen Kaskaden in die Tiefe. Iguazú - “Großes Wasser”, so nannten die Ureinwohner, die Guaraní, diese Naturgewalt. Befestigte Wege führen oberhalb und unterhalb der Wasserfälle entlang - häufig eine recht feuchte Angelegenheit. Bei rund 30 Grad Celsius kann das aber zu einer durchaus willkommenen Erfrischung werden. (ddp)

Gesundheitsreform

Nach monatelangem Streit hat das Bundeskabinett unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Gesetzentwurf für die Gesundheitsreform beschlossen. Sie sei “sehr erleichtert”, dass der Entwurf jetzt in die parlamentarische Beratungen komme, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Mittwoch in Berlin.

Schmidt hob den Kompromisscharakter des Gesetzentwurfs hervor. “Der Kompromiss ist der Kern der Demokratie”, betonte die Ministerin und fügte hinzu: ” Es mag sein, dass nicht alle alles verwirklichen konnten, was sie wollten.” Politik finde aber nicht am Reißbrett statt.

Die Gesundheitsreform streiche die Bedeutung der Krankenversicherung “als Herz der Sozialsysteme” heraus. Hinter dem Ziel, für 82 Millionen Menschen eine gute und bezahlbare Gesundheitsversorgung zu organisieren, müssten Einzelinteressen zurückstehen. “Gesundheit darf kein Luxusgut werden”, betonte Schmidt.

“Das, was wir auf den Weg gebracht haben, wird den Menschen nutzen”, sagte die Ministerin. Für den Gesetzentwurf hätten sich die monatelangen Anstrengungen gelohnt. Nur in einer großen Koalition seien die durchgreifenden und vielfältigen Strukturveränderungen möglich gewesen.

Zur Kritik von Ärzten und Krankenkassen, sie könnten mit der Gesundheitsreform nicht leben, sagte Schmidt: “Nie kann einer mit irgendetwas leben. Aber das System lebt immer noch und es leben viele sehr gut in diesem System.” Die Reform ermögliche eine gerechtere Verteilung der Mittel und biete eine gute Grundlage für fairen Wettbewerb. Das Gesetz gebe den Kassen viele Instrumente an die Hand, das Geld der Versicherten besser einzusetzen.

“Unser Ziel ist, dass die Beratungen im Bundestag in diesem Jahr abgeschlossen werden”, sagte Schmidt. Sie hoffe, auch die Kritiker in den eigenen Reihen im Zuge der Umsetzung der Gesundheitsreform überzeugen zu können. Die grundsätzlichen Entscheidungen seien aber getroffen. “Da gehe ich davon aus, dass das genauso verabschiedet wird”, sagte die Ministerin. (ddp)

Ifo-Index stimmt Glos optimistisch

Der gestiegene Ifo-Geschäftsklimaindex stimmt Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) für den weiteren Konjunkturverlauf optimistisch. “Der Ifo-Index zeigt, dass die dämpfenden Effekte der Umsatzsteuererhöhung Anfang 2007 weniger stark sein werden, als dies von einigen Seiten erwartet wird”, erklärte Glos am Mittwoch in Berlin.

Die Stimmung in der Wirtschaft sei weiter ausgesprochen zuversichtlich. Die anhaltend gute Lagebeurteilung zeige, dass die deutsche Wirtschaft momentan in einer guten Verfassung sei. “Die auch wieder positivere Beurteilung der Geschäftserwartungen ist ein sichtbares Indiz dafür, dass die Unternehmen perspektivisch von einer Fortsetzung des Aufschwungs ausgehen”, sagte Glos.

Das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hatte zuvor den Geschäftsklimaindex vorgelegt. Er war überraschend von 104,9 auf 105,3 Punkte gestiegen. Beobachter hatten dagegen mit einer leichten Eintrübung auf 104,5 Punkte gerechnet. Nach Meinung der Münchener Ökonomen spricht die Klimaverbesserung dafür, dass sich der Konjunkturaufschwung trotz der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung im nächsten Jahr fortsetzen wird. Der unter rund 7000 Unternehmen erhobene Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als eines der wichtigsten Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft. (ddp)

Gerhard Schroeder Memoiren

Entscheidungen. Mein Leben in der Politik

von Gerhard Schröder

Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie - Schwerpunkt: die Regierungsjahre - offenbart Gerhard Schröder seine Sicht, seine Wahrheit, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

»Ich habe alles selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt«, sagt Gerhard Schröder. Er hat seine Chancen genutzt: Aus bescheidenen Verhältnissen arbeitete er sich über Lehre und zweiten Bildungsweg bis ins höchste Regierungsamt vor. Als Kanzler riskierte er die Vertrauensfrage, um deutsche Soldaten zu einer Friedensmission ins Ausland zu schicken - und erntete damit höchste Anerkennung für sein Land. Überzeugt trotzte er später George W. Bush in der Irak-Frage. Um Deutschland fit zu machen für die globalisierte Welt, vollzog er die Abkehr von der bequemen Ideologie, der Staat sei für alles und jeden verantwortlich. »Entscheidungen« ist ein kämpferisches Resümee, das mit Kritik - auch Selbstkritik - nicht sparsam umgeht, und zugleich ist es das politische Vermächtnis eines entschlossenen Kämpfers für soziale Gerechtigkeit und ein geeintes, selbstbewusstes, friedliches Europa.

In seinen Memoiren spart Altkanzler Gerhard Schröder nicht mit Kritik, nun prasseln die Erwiderungen der Geschmähten auf ihn sein …

Lesen Sie in Gerhard Schröders neuem Buch welcher Politiker und ehemaliger Parteigenosse bei ihm gut wegkommt und wer nicht.

Hier können Sie das Buch von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder bestellen:

Gerhard Schröder: Entscheidungen. Mein Leben in der Politik

Bibliothek des Jahres

Die Universitätsbibliothek Cottbus ist zur “Bibliothek des Jahres 2006″ gekürt worden. Die mit 30 000 Euro dotierte Auszeichnung, die von der “Zeit”-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie dem Deutschen Bibliotheksverband vergeben wird, wurde am Dienstag überreicht.

“Ich verstehe das auch als Ehrung für den Hochschulstandort Cottbus”, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Er würdigte das innovative Konzept und die herausragende Funktionalität des IKMZ. Hier seien althergebrachte und modernste Medien vom Buch bis zu digitalen und multimedialen Inhalten vereint worden. Zugleich sei das IKMZ Vorreiter bei der Vernetzung mit anderen Einrichtungen. So werde gemeinsam mit der Universitätsbibliothek Zielona Gora (Grünberg) eine virtuelle deutsch-polnische Studien- und Forschungsbibliothek aufgebaut.

Zudem verstehe sich das IKMZ als Dienstleister für die Region, sagte Platzeck. Neben Medien biete die Bibliothek Nutzern aus dem nichtuniversitären Bereich Workshops, Lesungen und Ausstellungen an. Das sei ein wichtiger Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Die Auszeichnung “Bibliothek des Jahres” wurde in diesem Jahr zum siebten Mal übergeben. (ddp)