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Archive for the ‘Beruf’


Mangel an Arbeitsmitteln

Manchmal gehen einem am Arbeitsplatz ganz banale Dinge auf die Nerven. Das können fehlende Ablagekästen sein, die man nicht als Bürobedarf bestellen kann, oder ein unbequemer Stuhl. “In solchen Fällen darf man es nicht beim Meckern unter Kollegen belassen”, sagt Gitte Härter, Business-Coach in München

“Hierbei sollte man sich an die internen Vorschriften halten”, rät Härter. Je nach Größe und Organisation der Firma sind einzelne Mitarbeiter oder ganze Beschaffungsabteilungen zuständig, manchmal auch der Chef selbst. “Bei problematischen Wünschen sollte man sich gut vorbereiten und Lösungsvorschläge machen können”, sagt die Expertin. Eine rückenkranke Kollegin fand zum Beispiel heraus, dass ihre Firma Zuschüsse für einen teuren Spezialstuhl beantragen kann.

In bestimmten Fällen ist es nützlich, die gesetzlichen Vorschriften für die Gestaltung seines Arbeitsplatzes zu kennen. Denn gerade in kleineren Firmen sind diese oft unbekannt. “Keinesfalls darf man die Gesetze aber dem Vorgesetzten triumphierend um die Ohren hauen”, warnt Härter. Es ist immer besser, seinen Wunsch und seine Rechte auf konstruktive Weise vorzubringen.

Man sollte versuchen, von seiner Firma das zu bekommen, was man für seine Arbeit braucht. “Wenn das nicht klappt, darf man nicht aus Trotz ganz darauf verzichten”, empfiehlt der Coach. Kleinigkeiten wie Ablagekörbe könne man notfalls selbst kaufen. “Wer möchte, kann diese am Ende seines Arbeitsverhältnisses wieder mitnehmen”, sagt Härter. Für andere Probleme ließen sich häufig auch im engeren Kollegenkreis Lösungen finden. (ddp)

Frauen machen sich selbststaendig

Frauen gründen ein Unternehmen anders als Männer. Daher haben sie andere Anforderungen an ihre Selbstständigkeit und greifen gern auf spezielle Beratungsangebote zurück. Die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) hat ein Netzwerk von 150 Expertinnen ins Leben gerufen, deren Hilfe Interessierte im Internet in Anspruch nehmen können.

Mit ihrem frauenspezifischen Angebot unterstützt die Agentur das Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Gründerinnen und Unternehmerinnen können sich hier zu Fragen der Selbstständigkeit und zur Vermittlung im gesamten Bundesgebiet informieren.

Die ausgewählten Expertinnen stehen innerhalb des Forums für die spezifischen Anliegen von Gründerinnen zur Verfügung und geben Auskünfte zu speziellen Förderprogrammen für Frauen, zu Arbeitsplatzgestaltung und Zeitmanagement sowie zur Vereinbarkeit von beruflicher Selbstständigkeit und familiären Anforderungen. (ddp)

Eine Telefon-Hotline der bga bietet persönliche Beratung für Gründerinnen und Unternehmerinnen: 01805/229022.

Stress im Job

Häufig sorgen im Job fehlerhafte Arbeitsabläufe für Frust. Viele Arbeitnehmer reagieren resigniert, wenn es beispielsweise um mangelnde Absprachen oder unpraktische Computerprogramme geht. “Wichtig ist, dass man auf solche Probleme nicht mit Klagen oder Motzen reagiert”, sagt Gitte Härter, Business-Coach in München.

“Wem ein Fehler auffällt, sollte an kompetenter Stelle nachfragen und sich die Zusammenhänge erklären lassen”, sagt Härter. Denn nicht immer weiß der Einzelne genug, um den Arbeitsablauf beurteilen zu können. “Den Kundenberater stört beispielsweise, dass er umfangreiche Fragen stellen soll, obwohl diese mit der Bestellung nichts zu tun haben”, sagt Härter. Als er sich danach erkundigt, erfährt er, dass seine Angaben für die PR-Abteilung der Firma wichtig sind.

Wer einen Arbeitsablauf ändern möchte, muss darüber mit der zuständigen Abteilung oder dem Chef reden. “Wichtig ist, dass man seine Kritik auf konstruktive Art vorbringt”, sagt Härter. Dafür sollte man vorab die wichtigsten Informationen sammeln und eventuell einen Lösungsvorschlag machen können. “Mit seiner Kritik sollte man nicht zu lange warten”, empfiehlt die Expertin. Denn wenn sich Wut angestaut hätte, könne man eine Sache nicht mehr objektiv vorbringen.

Nicht immer werden im Job Verbesserungsvorschläge berücksichtigt. “Dann sollte man sich nicht ärgern, sondern nach einem Plan B für seinen Arbeitsalltag suchen”, sagt Härter. Denn meist lassen sich für konkrete Probleme lokale Lösungen finden. “Dabei sollte man sich mit seinen Kollegen absprechen und sich firmenkonform verhalten”, rät die Trainerin. (ddp)

Liebe unter Kollegen

Viele Paare lernen sich im Berufsleben kennen. Für Verliebte ist der gemeinsame Alltag im Job aber nicht ohne Tücken. “Auf keinen Fall sollte man bei der Arbeit zu früh über eine Beziehung sprechen”, sagt Nicole Maibaum, Koautorin des Buches “Job-Knigge für Verliebte”. Wer jeden Flirt oder One-Night-Stand mit einem Kollegen verbreitet, wird schnell zum Tratschthema.

Die Verliebten sollten zuerst dem Chef von der Partnerschaft berichten und um sein Verständnis werben. “Viele Arbeitgeber fürchten, dass der Job unter der Beziehung leiden wird”, weiß Maibaum. Außerdem gibt es in einigen Firmen Richtlinien, nach denen ein Paar nicht in einem Team arbeiten kann oder sich nicht gegenseitig kontrollieren darf. “Wichtig ist, seine Arbeit anschließend so normal wie möglich durchzuziehen”, sagt die Autorin.

Auch die Kollegen müssen in die neue Beziehung eingeweiht werden. “Dies sollte man eher beiläufig machen und nicht etwa eine Flasche Champagner öffnen”, rät Maibaum. Die Verliebten sollten sich im Arbeitsleben möglichst diskret verhalten, also keine Kosenamen füreinander verwenden oder öffentlich schmusen. Auf keinen Fall darf sich das Paar gegenüber anderen abschotten. “Die beiden sollten also mit denselben Kollegen Rituale pflegen, wie zum Beispiel gemeinsame Mittagessen”, sagt Maibaum. (ddp)

Thema Gehalt am Arbeitsplatz

Fragen zum Gehalt sind in deutschen Büros meist tabu. Während in den USA offen über den Verdienst gesprochen wird, breiten Arbeitnehmer hier zu Lande den Mantel des Schweigens über das Thema. Sabine Hertwig, Karrierecoach aus Berlin, rät dagegen zu mehr Offenheit.

“Generell kann es das Betriebsklima nur verbessern, wenn einer über den anderen Bescheid weiß”, sagt Hertwig. Liegen die Zahlen auf dem Tisch, werden Spekulationen vermieden. Außerdem kann sich jeder auf diese Weise besser positionieren. “Ein erster Schritt, um Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechter langsam aufzuheben”, unterstreicht die Trainerin.

Steht allerdings eine Klausel im Vertrag, die Gespräche über das Thema untersagt, sollte man sich auch daran halten. Außerdem sollte jeder bedenken, in welcher Position er ist. Vorgesetzte, die gegenüber ihren Mitarbeitern mit ihrem Gehalt angeben, werden nicht zu einem guten Betriebsklima beitragen. (ddp)