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Archive for the ‘Familie und Gesellschaft’


Studie: In Hamburg leben die groessten Maenner

Im ewigen Nord-Süd-Duell tragen die Hamburger die Nase offenbar den entscheidenden Tick höher: Mit 1,837 Metern sind die Hanseaten die größten Männer in Deutschland - und damit den zweitplatzierten Münchenern ganze 5 Millimeter voraus.

Das ergab eine Untersuchung, die das Stuttgarter Institut für rationelle Psychologie exklusiv für das Männer-Lifestylemagazin “Men’s Health” (Ausgabe 7/2008, EVT: 16.6.2008) durchführte (Befragung unter 25.720 Männern ab 18 Jahren). Im hohen Norden leben aber nicht nur die größten, sondern auch die kleinsten Deutschen. Das Schlusslicht in der Rangliste der 50 größten deutschen Städte bildet Rostock - dort sind die Männer knapp acht Zentimeter kürzer als in Hamburg.

Stadt Körpergröße in Meter 1. Hamburg 1,837 2. München 1,832 3. Frankfurt (Main) 1,830 4. Köln 1,827 5. Nürnberg 1,823 6. Berlin 1,822 6. Stuttgart 1,822 8. Karlsruhe 1,820 9. Wiesbaden 1,819 10. Mainz 1,816 11. Augsburg 1,815 11. Mannheim 1,815 13. Hannover 1,814 14. Düsseldorf 1,813 15. Freiburg (Breisgau) 1,812 16. Aachen 1,810 16. Bonn 1,810 18. Dortmund 1,805 19. Essen 1,803 20. Duisburg 1,800 21. Münster (Westfalen) 1,799 22. Hagen 1,794 23. Kassel 1,792 24. Mülheim (Ruhr) 1,791 25. Ludwigshafen (Rhein) 1,790 26. Bochum 1,789 27. Leverkusen 1,789 28. Dresden 1,788 29. Bremen 1,787 30. Leipzig 1,786 31. Osnabrück 1,784 32. Krefeld 1,782 33. Braunschweig 1,780 34. Kiel 1,780 35. Oberhausen 1,779 36. Hamm (Westfalen) 1,778 36. Solingen 1,778 36. Wuppertal 1,778 39. Bielefeld 1,777 39. Lübeck 1,777 41. Herne 1,776 42. Gelsenkirchen 1,775 42. Mönchengladbach 1,775 42. Saarbrücken 1,775 45. Halle (Saale) 1,774 45. Oldenburg (Oldenb.) 1,774 47. Chemnitz 1,767 48. Erfurt 1,766 49. Magdeburg 1,764 50. Rostock 1,763

Armut ist keine Schande

Noch immer gibt es in Deutschland mittellose ältere Menschen. Meist schämen sich die Betroffenen ihrer Notlage und versuchen, sie zu verbergen. “Deswegen beantragen viele Senioren auch keine staatlichen Hilfen, obwohl diese ihnen zustehen”, sagt Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO).

Betroffene sollten verstehen, dass das Geld vom Amt kein Almosen ist. “Die meisten haben jahrzehntelang gearbeitet und einiges für unser Land geleistet, konnten aber aus verschiedenen Gründen nicht genügend in die Rentenversicherung einzahlen”, erläutert Lenz. Aus falsch verstandenem Stolz sollten sie nicht auf die staatliche Unterstützung verzichten, auf die sie einen Anspruch haben.

Einige ältere Menschen haben Angst, dass ihre Kinder finanziell belangt werden, wenn sie sich an das Sozialamt wenden. “Diese Sorge ist in den allermeisten Fällen unberechtigt”, sagt Lenz. Verfügen die Kinder über ein durchschnittliches Einkommen, wird die Grundsicherung der Eltern unabhängig davon gewährleistet.

Den Weg zum Amt können sich Betroffene erleichtern, indem sie sich Rat und Hilfe holen. In fast allen Städten und Gemeinden gibt es offene Beratungsstellen oder Seniorenbeiräte, die sich mit dem Thema auskennen. “Häufig ist es einfacher, sich einer unabhängigen Person anzuvertrauen als Familienmitgliedern oder Freunden”, sagt Lenz.

Manchmal werden in den Beratungsstellen auch Begleitdienste für Behördengänge angeboten. Diese sind aber nicht unbedingt notwendig. “Die Mitarbeiter der Ämter verhalten sich gegenüber Älteren in der Regel sehr respektvoll und weisen auf besondere Regelungen für Senioren hin”, sagt Lenz. (ddp)

Papst hielt Rede des Jahres 2006

Die umstrittene Regensburger Vorlesung von Papst Benedikt XVI. ist zur “Rede des Jahres 2006″ gekürt worden. Das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen würdigte in seiner am Montag veröffentlichten Begründung die Rede als “gezielt missverstandene” Antwort auf die “Frage nach dem richtigen Umgang mit religiösen Fundamentalismen”.

Benedikt XVI. hatte in seiner Vorlesung ein Mohammed-kritisches Zitat eines byzantinischen Kaisers verwendet, was in der islamischen Welt zum Teil heftige Proteste hervorgerufen hatte. Dazu hieß es in der Begründung der Jury: “Dass einige aus dem Zusammenhang gerissene Sätze aus diesem exemplarisch zu verstehenden Dialog solches Aufsehen erregen konnten, belegt mehr als 500 Jahre später seine ungebrochene Aktualität.”

Die Auszeichnung “Rede des Jahres” wird seit 1998 vom Tübinger Rhetorik-Seminar vergeben. Geehrt wurden bisher unter anderen der Schriftsteller Martin Walser, der Grünen-Politiker Joschka Fischer und der Journalist Heribert Prantl. Mit dem Preis würdigt das Seminar den Angaben zufolge jährlich eine Rede, welche die öffentliche Diskussion entscheidend beeinflusst hat und sich durch eine besondere stilistische Qualität auszeichnet. (ddp)

Leben im Heim und betreutes Wohnen

Durch den demografischen Wandel interessieren sich immer mehr Menschen für das Thema Wohnen im Alter. Senioren und ihre Angehörige haben Fragen zu Wohn- und Pflegeheimen. Informationen hierzu lassen sich auf der Internetseite der BIVA finden, einer unabhängigen Interessenvertretung für Menschen, die in Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen leben.

Unter der Adresse www.biva.de hat die Verbraucherschutzorganisation Wissenswertes aus ihrer Arbeit zusammengestellt. In der Rubrik “häufig gestellte Fragen” gibt es zum Beispiel Informationen zu Qualitätsmerkmalen von Heimen, zu Entgelterhöhungen oder Ärger mit der Heimleitung. Auch wichtige Gerichtsurteile, Fortbildungsveranstaltungen und Modellprojekte werden vorgestellt. Interessierte können außerdem verschiedene Broschüren bestellen oder sich persönlich beraten lassen. (ddp)

Das neue Elterngeld

“Ab Weihnachten mach´ ich Kopfstand”, sagt Antje Grimm (Name von der Red. geändert) und lacht. Die Mecklenburgerin ist hochschwanger. Geburtstermin: 29.12.2006. Das von der Bundesregierung beschlossene Elterngeld gibt es aber erst ab dem 1. Januar 2007. Vor allem Besserverdienende profitieren von dem neuen Zuschuss.

Denn Antje Grimm bekäme 1500 Euro Elterngeld, 67 Prozent ihres Nettogehalts. Maximal zahlt der Staat künftig 1800 Euro im Monat, wenn Eltern im Beruf aussetzen oder weniger arbeiten. Das Geld gibt es für ein Jahr, teilen sich beide Partner die Elternzeit, sogar für 14 Monate. Bisher wurden junge Familien bis zu einer Einkommensgrenze von 30 000 Euro mit 300 Euro für 24 Monate oder 450 Euro für 12 Monate (Einkommensgrenze 22 086 Euro) bezuschusst. Familie Grimm läge über dieser Grenze.

Arbeitslose sind allerdings mit der neuen Regelung schlechter gestellt: Sie bekommen den Sockelbetrag von 300 Euro für ein Jahr. “Im Geburtsvorbereitungskurs war sofort klar, wer einen Job hat und wer nicht”, berichtet Antje Grimm. Je nach beruflicher Situation würden die Teilnehmerinnen, die voraussichtlich vor oder nach Silvester entbinden, entweder über wehenhemmende oder -fördernde Maßnahmen diskutieren.

“Vor der Einnahme wehenhemmender Medikamente warne ich dringend”, sagt Gynäkologe Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Diese würden wegen ihrer starken Nebenwirkungen nur im Notfall verabreicht, um eine Frühgeburt zu verhindern. “Die Geburt ist für das Kind der gefährlichste Moment seines Lebens”, erklärt Albring, “diesen gilt es, so optimal wie möglich zu gestalten”. Ist ein Kaiserschnitt geplant, könne der Termin eher vorverlegt als verschoben werden. “Operiert wird vor dem errechneten Geburtstermin, um die Wehen zu umgehen”, erläutert der Mediziner.

In Internetforen hat sich Antje Grimm über wehenfördernde Lebensmittel informiert, die sie jetzt eher meidet. “Ich habe gelesen, dass man keine Lebkuchen, keinen Zimt und kein Gemüse essen soll, das die Darmtätigkeit anregt”, sagt die 31-Jährige. Wissenschaftliche Beweise für eine geburtsbeschleunigende Wirkung gebe es allerdings nicht, unterstreicht Christian Albring.

Der Frauenarzt empfiehlt Frauen, die die Geburt aufschieben wollen, jeglichen Stress zu vermeiden: “Das Weihnachtsfest und Silvester sollten Schwangere ganz ruhig verleben.” Außerdem sollten Betroffene Saunagänge vermeiden, nicht heiß baden und nicht den Bauch massieren. Auch auf Geschlechtsverkehr sollten Paare verzichten, “auch wenn Weihnachten das Fest der Liebe und Freude ist”, betont Albring.

Wer sich über das Elterngeld informieren möchte, findet im Internet zahlreiche Informationen (zum Beispiel elterngeld.net). Die zuständigen Elterngeldstellen werden derzeit eingerichtet. Wo das sein wird, ist noch unklar. In der Regel werden die Elterngeldstellen dort sein, wo Eltern bisher das Erziehungsgeld beantragt haben. Über einen Anruf bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung können Eltern erfahren, wo sie den Antrag im neuen Jahr stellen müssen.

Michael Sittig von der Stiftung Warentest rät, den Antrag möglichst rechtzeitig nach der Geburt des Kindes zu stellen: “Das Geld wird maximal drei Monate rückwirkend gezahlt.” Einzureichen sind Lohnbescheinigungen der letzten 12 Monate für beide Partner. Wer selbstständig ist, muss den Gewinn des letzten Jahres dokumentieren, auf dessen Grundlage das Elterngeld berechnet wird.

Es wird jeweils das Einkommen dessen zugrunde gelegt, der zu Hause bleibt. “Verheiratete Arbeitnehmer können sich ein höheres Elterngeld sichern, wenn der Besserverdienende möglichst schon ein Jahr vor der Geburt in Steuerklasse drei wechselt”, sagt Sittig. Dann nämlich ist das Nettoeinkommen höher, und somit erhöht sich auch das Elterngeld. Wer selbstständig ist und nebenbei auf Lohnsteuerkarte arbeitet oder mehrere Minijobs hat, gibt alle Einkommen und Gewinne an.

Antje Grimm entscheidet je nach Geburtsdatum ihres Kindes, ob sie für sechs Monate oder für ein Jahr im Job aussteigt. Dennoch versucht sie, dem Geburtstermin gelassen entgegenzusehen. “Für meinen Mann und mich ist wichtig, dass unser Kind gesund zur Welt kommt - ob nun als Weihnachtsgeschenk oder als Neujahrsbaby”, sagt die werdende Mutter. “Das Elterngeld sehen wir dann eher als zusätzlichen Lottogewinn.” (ddp)