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Archive for the ‘Freizeit und Hobby’


Laub im Gartenteich

Laub bringt den Gartenteich aus dem Gleichgewicht. Herabgefallene Blätter sollte man am besten täglich mit einem Kescher aus dem Wasser fischen, raten die Experten von Ulmers Gartenkalender. Eine Alternative sei ein engmaschiges Netz, das über die gesamte Wasseroberfläche gespannt werde.

So verhindere man, dass das Laub auf den Teichgrund sinke, heißt es weiter. Wenn es dort verrotte, verändere es nämlich das biologische Gleichgewicht im Becken. (ddp)

Tomaten brauchen Kalzium

Dunkle, wässrige Flecken am unteren Ende von Tomaten deuten auf Kalziummangel hin. Die Tomatenendfäule entstehe, wenn der Boden zu wenig Kalzium enthalte oder die Pflanze es nicht aufnehmen könne, berichtet der aid Infodienst. So sei der Nährstoff-Transport innerhalb der Pflanze gestört, wenn der Boden zu trocken oder der Salzgehalt zu hoch ist.

Stellt man dunkle Flecken an seinen Tomaten fest, sollte man den Angaben zufolge die befallenen Früchte entfernen und etwas Gesteinsmehl oberflächlich rund um die Pflanzen ausbringen. Sofort wirksam sei ein kalziumhaltiger Flüssigdünger, den man auf die Früchte sprüht. Beste Vorbeugung ist den Experten vom aid Infodienst zufolge ein stets feuchter Boden. Außerdem sollte man zu hohe Stickstoffgaben vermeiden. (ddp)

Im Herbst den Sommer pflanzen

Kluge Gärtner haben im Herbst schon das Frühjahr im Sinn: Im September und Oktober ist die beste Pflanzzeit für die meisten Stauden. Sie belohnen die vorausschauende Gartenplanung im kommenden Jahr mit reicher Blüte.

“Jetzt ist der Boden noch warm, außerdem bekommen die Pflanzen genug Feuchtigkeit”, erläutert Gartenexpertin Katharina Adams von der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) im rheinland-pfälzischen Beindersheim. Das lässt die Stauden gut wurzeln, und sie entwickeln sich besser als bei einer Pflanzung im Frühjahr. “Der Trend geht zwar dazu, die Beete erst im Frühjahr anzulegen, weil die Pflanzen dann in den Gartenmärkten oft schon blühen. Aber im Herbst wachsen die Stauden besser an”, erläutert Fachbuchautorin Adams (”Stauden”, Kosmos, 2004, ISBN 3-440-10112-6, 7,95 Euro).

Pflanzen kann man, solange es frostfrei ist. “Ich habe in manchem Jahr schon bis Dezember gepflanzt”, berichtet Barbara Poschmann, Redakteurin der GdS-Mitgliederzeitschrift “Der Staudengarten”. Entscheidend für Wachstum und Blüte sei der richtige Standort: Boden und Lichtverhältnisse müssen stimmen. Welche Bedingungen Funkien, Sonnenhut oder Anemonen brauchen, erfährt man in der Gärtnerei. Pfingstrosen dürfe man übrigens ausschließlich im Herbst pflanzen, ergänzt sie: “Eine andere Pflanzzeit würde ihnen schaden.”

Vor der Pflanzung sollte man den Boden gut vorbereiten, rät Gartenexpertin Adams. Ein neues Beet bekommt eine Grunddüngung, am besten aus reifem Kompost. Sonst sollte man im Herbst mit Dünger sehr sparsam sein. Organische Pflanzennahrung wie Kompost oder Hornspäne seien erlaubt, sagt Adams, nicht jedoch stickstoffbetonter Mineraldünger. Die Wachstumsperiode der Pflanzen sei nämlich bereits vorüber, und Dünger bringe sie in ihrer Entwicklung durcheinander.

Gießen müsse man bei normalem Herbstwetter nicht mehr viel. “Man sollte nach der Pflanzung aber gut angießen und in den ersten Tagen darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet”, empfiehlt Katharina Adams.

Solange es sich um heimische Arten handelt, brauchen die frisch gepflanzten Stauden auch bei Frost keinen Winterschutz. “Nur empfindliche, nicht heimische oder frostgefährdete Stauden brauchen unter Umständen eine leichte Abdeckung mit Nadel-Reisig oder Laub”, erläutert Poschmann. Und Pampasgras könne man zusammenbinden, damit es vom Schnee nicht auseinandergedrückt wird, ergänzt Adams.

Selbst Stauden, die im Herbst in voller Blüte stehen, könne man noch ins Beet setzen, sagt Garten-Autorin Adams. Astern, Erika oder Heidekraut bekomme es am besten, “wenn sie so kurz wie möglich im Topf bleiben”. Bei Chrysanthemen müsse man dagegen vorsichtig sein: “Viele überstehen den Winter nicht und sind nur als Kübelpflanzen für eine Saison gedacht.” (ddp)

Pflanzen fuers Aquarium

Aquarienfische brauchen eine gesunde und auf ihre Art abgestimmte Pflanzenwelt. Der Informationsdienst Tier und Gesundheit “animal” rät, bei der Einrichtung von Aquarien ein paar Regeln zu beachten. Grundsätzlich gelte: Weniger ist mehr. Statt das Becken zu überfrachten, lohne es sich, optische Schwerpunkte zu setzen und auf die Bedürfnisse der Fische zu achten.

Bodenbewohner brauchen Steine und niedrige Pflanzen, Sand und Hölzer, die ihren Lebensraum interessant gestalten. Für Höhlenbewohner sollte man Unterschlupfmöglichkeiten einplanen. Manche Fische halten sich hauptsächlich an der Oberfläche des Aquariums auf. Ihnen sollte man Schwimmpflanzen anbieten, die an der Wasseroberfläche treiben und den Tieren Schutz und Ablaichmöglichkeit bieten.

Pflanzen sind die grüne Lunge des Aquariums. Sie helfen dabei, den Urin und Kot der Fische sowie Schadstoffe abzubauen. Ohne Pflanzen können Fische krank werden. Sie bieten nicht nur einen optischen Reiz, sondern den Fischen auch Schutz und Versteckmöglichkeiten. Etwa 70 Prozent des Bodens sollten bepflanzt sein, rät der Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde. Pflanzen könne man in ein neues Aquarium sofort einsetzen, aber erst nach frühestens 14 Tagen die ersten Fische. So lange dauere es, bis aus Leitungswasser Aquarienwasser wird.

Neben den Pflanzen können auch Kunstprodukte aus Stein, Glas oder Metall interessante Akzente setzten. Aber ob Kies, Höhlen, Gesteinsarten, Pflanzen oder versunkenes Schiff - jede Dekoration muss für Fische unbedenklich sein. Scharfe Kanten sind tabu, Metall muss rostfrei sein, Glas darf nur als runder oder ovaler Kiesel ins Aquarium. Die “Mindestanforderungen für die Haltung von Zierfischen” vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) sind im Internet nachzulesen unter: aquarium-bbs.de. Weitere Informationen finden sich auch unter vda-online.de. (ddp)

Barrierefreier Garten

Der Garten ist der Stolz des jungen Bauherren: Ein schmales Tor gibt den Weg frei in ein verwinkeltes Gelände auf unterschiedlichen Höhenstufen. Ein Kiespfad schlängelt sich von Stufen unterbrochen durch die Rabatte. Doch im Alter könnte der einstige Traumgarten zum unerreichbaren Paradies werden.

Wer seinen Garten bis ins Alter genießen will, sollte schon bei der Planung auf Barrierefreiheit achten. “Die barrierefreie Gestaltung lässt sich ohne Zusatzkosten realisieren und zahlt sich dauerhaft aus”, ist Buchautorin Silke Emmrich überzeugt (”Garten und Therapie. Wege zur Barrierefreiheit”. Ulmer 2005. ISBN: 3800144433. 39,90 Euro).

So seien manche Umbauten später nur noch schwer realisierbar und zudem oft sehr teuer. Darüber hinaus rentiere sich die barrierefreie Anlage auch finanziell in der Zukunft, schätzt Emmrich: “Der Wert einer barrierefreien Immobilie mit barrierefreiem Garten dürfte mit Blick auf die demografische Entwicklung mit Sicherheit steigen.”

Doch worauf kommt es bei der Gestaltung an? Zentral sind geeignete Zugänge. “Sie sollten so angelegt werden, dass sie auch mit einem Rollstuhl passiert werden können”, sagt die Gartenarchitektin. Eine Mindestbreite von 90 Zentimetern sei ratsam. Emmrichs Tipp: Eine zweiflügeliges Gartentor wählen; das biete den zusätzlichen Vorteil, dass bei Bedarf schwere Gartengeräte und -maschinen in den Garten gefahren werden können.

Auch die Terrassentür vom Wohnhaus ist breit genug zu wählen. “Ideal ist, wenn mindestens eine Tür etwas mehr als 110 Zentimeter misst, so dass im Extremfall auch ein Pflegebett ins Freie geschoben werden kann”, rät die Buchautorin.

Wer nicht gleich alle Gartenwege in Rollstuhlbreite anlegen will, ist der Fachfrau zufolge mit anpassbaren Strukturen gut beraten: Die Wege werden so gestaltet, dass sie sich bei Bedarf ohne großen Aufwand verbreitern lassen.

Kieswege lassen sich mit Gehilfe oder Rollstuhl nur schwer nutzen. Vorteilhafter sind laut Emmrich Materialien, die rutschfest, eben und zugleich gut wasserableitend sind. So seien etwa Klinker oder Betonsteine eine gute Wahl. Werden kräftige, kontrastreiche Farben genutzt, ist der Weg gut sichtbar. “Auch das ist ein Plus mit Blick aufs Alter, in dem die Sehkraft meist schwindet”, sagt Emmrich.

Schon zwei bis drei Prozent Quergefälle sind für Gehbehinderte eine Herausforderung. Emmrich rät daher, das Versickern des Regenwassers am Gartenweg durch ein leichtes Längs- oder Dachgefälle und nicht durch ein für Rollstuhlfahrer tückisches Quergefälle zu sichern. Auch versickerungsfähige Betonpflastersteine helfen, das zur Wege- und Sitzplatzentwässerung nötige Mindestgefälle zu reduzieren.

So genannte hydraulische Fugenverschlussmittel bieten sich in diesem Zusammenhang ebenfalls an. Mit Wasser angerührt und in die Fugen eingekehrt, bilden sie einen festen und doch elastischen, wasserdurchlässigen Fugenverschluss.

Bei der Beetgestaltung ist pflegeleichtes Gärtnern Trumpf. So sind Spalierobst, Hochstämmchen, Halbstamm, Kräuterspirale und Hügelbeete in entsprechender Höhe besonders für gehandicapte Gärtner geeignet. Vergleichsweise anspruchslose Bodendecker kombiniert mit ein paar höheren Solitärpflanzen reduzieren ebenfalls den Pflegeaufwand. (ddp)