Gerade zu Weihnachten und in der Vorweihnachtszeit locken Netzbetreiber potenzielle Neukunden mit aktuellen Handy-Modellen. In der Regel sind die Angebote allerdings mit dem Abschluss eines neuen Vertrages verbunden. Vorsicht sei bei Vertragstarifen mit Grundgebühr oder Mindestumsatz geboten, warnt die Zeitschrift “connect” (Ausgabe 12/2006).
Besser sind dagegen Angebote, bei denen statt einer Grundgebühr ein Mindestumsatz enthalten ist und bei denen dafür aber niedrige Minutenpreise anfallen, wie die Zeitschrift weiter berichtet. Beispiel hierfür sind die CleverOne-Tarife von E-Plus. Volle Kostenkontrolle bieten Prepaid-Karten, weil weder Grundgebühr noch Mindestumsatz oder Vertragslaufzeit anfallen.
Günstig sind vor allem die Prepaid-Karten der Mobilfunk-Discounter Simyo, Simply, Blau.de, Easy Mobile oder Aldi. Damit kann ab 14 Cent pro Minute in alle Netze telefoniert werden, netzinterne Gespräche sind für vier Cent die Minute möglich. Auch die SMS-Gebühren sind niedrig. Geld sparen lässt sich auf diese Weise aber nur im Inland, im Ausland schlagen Discounter-Karten mit Minutenpreisen von teils über 2,50 Euro zu Buche. Wer viel im Ausland telefoniert oder Datendienste nutzen will, sollte besser zur Prepaid-Karte eines Netzbetreibers wechseln.
Die stark beworbenen Minutenpakete für einen monatlichen Festpreis lohnen sich insbesondere für Wenigtelefonierer nicht, wie die “connect” empfiehlt. In den 50-Minuten-Paketen verlangen die Anbieter bis zu 38 Cent die Minute. Außerdem verfallen außer bei E-Plus nicht verbrauchte Inklusivminuten am Monatsende und auch zusätzliche Minuten gehen kräftig ins Geld. (ddp)