Irak-Geisel Susanne Osthoff will sich in Deutschland niederlassen
stern: Irak-Geisel Susanne Osthoff will sich in Deutschland niederlassen
Seit einem halben Jahr lebt Susanne Osthoff, die
vor einem Jahr im Irak aus der Geiselhaft befreit wurde, wieder in
Deutschland bei Freunden. Wie sie in einem Interview mit dem
Hamburger Magazin stern sagte, hätte sie “jedenfalls gern eine
Wohnung, in der ich mein eigener Herr bin”. Obwohl sie kein
geregeltes Einkommen habe, hoffe sie “bald was zu finden”.
Zu Weihnachten habe Osthoff ihrer Tochter den “Hauptwunsch”
erfüllt und ihr ein Bett geschenkt. Dieser Wunsch sei deshalb nicht
ungewöhnlich, weil sie sich “immer orientalisch eingerichtet” hätten,
“mit Matten und Matratzen, und sie wollte eben ein richtiges Bett.”
Das sei sicher auch “ein Ausdruck ihrer Sehnsucht nach Normalität”.
Das Jahr nach ihrer Befreiung habe ihr vor allem Schmerzen
gebracht. Da die Entführer sie geknebelt und “im Mund rumgebastelt”
hätten, musste sie sich zunächst die Zähne und Zahnwurzeln behandeln
lassen. Die Entführer hätten vermutet, dass sie einen Sender bei sich
trage, mit dem man ihre Position hätte orten können, und suchten
“auch in meinen Zähnen unter einer provisorischen Brücke”. Sie habe
sich mehrmals einer Leibesvisitation unterziehen müssen. “Das war
schlimmer als auspeitschen”, so Osthoff zum stern.