Des Deutschen liebstes Kind
Auf der 16. Auto Mobil International (AMI) in Leipzig dreht sich ab Samstag wieder alles um des Deutschen liebstes Kind: Insgesamt 472 Aussteller aus 18 Ländern präsentieren auf der einzigen deutschen Auto-Fachmesse in diesem Jahr ihre Neuheiten vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine.
Der Vorsitzende der Messe-Geschäftsführung, Wolfgang Marzin, hofft für die diesjährige AMI auf eine Steigerung der Besucherzahlen des vergangenen Jahres, als 270 000 Autobegeisterte aus 50 Ländern in die Hallen der neuen Messe gekommen waren. “Diese AMI will mit ihrem internationalen Anspruch neue Akzente setzen”, betonte er am Freitag vor Journalisten. Der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange, verbreitete kurz vor Beginn der Autoschau Optimismus. Der deutsche Pkw-Markt sei im ersten Quartal dieses Jahres mit 770 000 Neuzulassungen und damit einem Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestartet. “Der Zündfunke wird hier in Leipzig überspringen. Die AMI wird den Trend verstärken”, sagte der Chef des Verbandes.
Nach Ansicht der Dekra sind Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechniken wie Erdgasautos im Kommen. Die Gründe dafür lägen in finanziellen Anreizen und günstigen Preisen für Erdgas, aber auch im wachsenden Umweltbewusstsein der Autofahrer sowie in steigenden Benzin- und Dieselpreisen, sagte der Vorsitzende der Dekra-Geschäftsführung, Clemens Klinke. Noch führten jedoch in Deutschland die 35 Millionen Autos mit Benzinmotor die Statistik an, gefolgt von 10 Millionen Diesel-Fahrzeugen und lediglich 77 000 Autos mit alternativen Antrieben. Prognosen des Trägerkreises Erdgasfahrzeuge zufolge wird jedoch der Anteil der Erdgasautos jährlich um 40 Prozent zunehmen. Heute fahren den Angaben zufolge 35 000 Erdgasfahrzeuge auf Deutschlands Straßen. Im vergangenen Jahr waren es noch 27 000. Auch die Zahl der Erdgastankstellen solle von derzeit 635 auf 1000 im nächsten Jahr steigen.
Die Dekra hat nach den Worten Klinkes vier Fahrzeuge - einen Benziner, ein Auto mit Dieselantrieb, eines mit Erdgasmotor und ein Fahrzeug mit einem Hybridantrieb - auf ihre Wirtschaftlichkeit hin getestet. Im Vergleich der Gesamtkosten inklusive der Anschaffungspreise und Unterhaltskosten habe der Dieselwagen am besten abgeschnitten, gefolgt vom Erdgasfahrzeug, dem Benziner und dem Hybridauto auf dem letzten Platz. Entscheidend für die Auswahl der Antriebsart sind Klinke zufolge der Einsatzzweck des Autos sowie die Kilometerleistung. (ddp)






